"UNSER EIGENTUM WIRD KALT ENTEIGNET"

Püttlingen
Von  Walter Faas, 
20. Februar 2017, 02:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.
Bäume abgeholzt für Windräder werden in der Nähe des Mathildenschachtes bei Püttlingen. Foto: Jenal Foto: Jenal
Widerstand regt sich gegen den geplanten Bau von Windrädern nahe der Püttlinger Banngrenze. Die Saarbrücker Zeitung hat mit Anliegern am Mathildeschacht gesprochen, die besonders betroffen sind.
„Das Grundgesetz garantiert uns das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das wird hier missachtet.“ Claudia Seeds ist der Ärger ins Gesicht geschrieben. Oliver Wirth auch: „Hier wird unser Eigentum kalt enteignet“, sagt er. Seeds und Wirth wohnen oben am Püttlinger Mathildenschacht. Ein Idyll, wenn man Natur pur mag, eine Oase der Ruhe, die aus Sicht von Seeds und Wirth bedroht scheint. Drei Windräder sollen hier in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut werden (die SZ berichtete). Die Rodungsarbeiten haben begonnen. Die genannten Anlieger fühlen sich „komplett überfallen, rat- und hilflos“, der Willkür der Behörden ausgesetzt. Zwar haben sie, als Püttlinger, in Bous an einer Einwohnerversammlung teilgenommen, und sahen sich dort regelrecht zynisch abgefertigt: „Der Bouser Bürgermeister hat uns als Kollateralschaden bezeichnet“, schimpft Wirth.